AG#34 – Rausch

Techno. So ca. 1994 hat mein alter Schulfreund Nick mir das erste Mal Techno vorgespielt. In meiner Erinnerung war das sehr schnell und hart. Ich konnte damit nichts anfangen.
Und das blieb auch lange so. Ich konnte diesen Zauber dieser Musik nie richtig fühlen. Die Energie könnte ich nicht aufnehmen und so erschöpfte sich meine Beziehung zu härterem Techno auf eine – ähh also keine.

Das änderte sich erst letztes Jahr mit einem Schlüsselerlebniss in der Distillery in Leipzig. Wir waren eigentlich bei Kumpel Wolle zur Party eingeladen. Ich hatte meine kleine Stunde Musik schon aufgelegt und wir hatten auch schon 2-3 Bier. Dann haben wir uns irgendwann abgesetzt. Zu zweit, Wido und ich. Die Warteschlange vor der Distillery war unterhaltsam und im oberen Floor lief belanglose elektronische Musik. Im Keller hingegen brannte die Luft. Es war dunkel, vernebelt, heiß und laut. Es war perfekt. Das war der Moment in dem Ich den Techno das erste Mal verstand. Die Energie und die Kraft. Der Bass und dann wieder die Breaks ohne Bass. Scheinbare Monotonie in der man verloren geht und eintaucht. Und dann bist Du auf einmal alleine mit Dir und der Musik und es ist perfekt… Rausch

Die meisten meiner Mixe sind ja ein bisschen wie eine Reise… Ich versuche Euch an einem komfortablen Punkt abzuholen, dann geht die Reise los und letztendlich versuch ich Euch auch wieder abzuliefern.
In diesem Sinne beginne ich relativ entspannt und melodisch, komme dann ernsthaft zur Sache und trudel dann wieder etwas aus. Ich find das jetzt schon super!

Martin

AG#33 – REVOLUTION

Nach etlicher Zeit mal wieder eine neue Episode von mir.

Den Anfang macht der aktuelle Single-Kracher von Depeche Mode, die heute hier um die Ecke im Funkhaus Berlin ihr neues Album “Spirit” vorstellen (https://www.telekom-streetgigs.de/depeche-mode). Unglaublich!!! Aber ich bin leider nicht mit dabei. Vielleicht gibt’s ja YouTube Videos … “Where’s the Revolution” werden wir wohl noch in einigen Jahren dem DJ entgegenbrüllen! Schönet Ding!!!

Ein besonderes Stück ist das Solar Fake Cover von Westbam – You need the drugs. Letzten Sonntag durfte ich die Band bei einem sog. ACOUSTIC – Konzert im Admiralspalats – Studio erleben. Sehr empfehlenswert!

Es folgen schon etwas betagte Dancefloor Hymnen wie “Gebrünn Gebrünn” oder “The Age of Love”, leicht inspiriert von der 90er Rave-Party letzten Samstag in der Arena Berlin, und aktuelle Leckerbissen der elektronischen Unterhaltungsmusik. Rummelsnuff darf auch nicht fehlen, denn der Remix von “Der Heizer” brennt ordentlich!

Und nicht vergessen: The beat just goes straight on & on … … … …

Viel Freude und streckt die Fäuste in die Luft,

Euer Turbo W

AG#32 – Jede Stunde

Lieber Herr Schmidt (aus L. in S.),

nachträglich zum Geburtstag wünsch ich Dir alles Liebe.
Ich wünsche Dir wirklich viele schöne Dinge und viele schöne Momente.

Und zum Geburtstag singt man ein Lied – oder in diesem Falle – lasse ich singen.
Manche Lieder sind so mit reingerutscht, weil sie einfach gut sind und ein akustischer Genuss sind. Andere sind sorgfältig ausgewählt und wollen von Dir gehört werden. Um ehrlich zu sein passen einige Songs wirklich so gut, als wenn diese für Dich geschrieben wären!
Sicherlich wie immer literarischer Interpretationsspielraum… Vielleicht hast Du ja mal die paar Minuten zum zuhören und nachdenken.

Liebe Herr Schmidt – viel Spaß.
Martin

AG#31 – silicon

November, ey was für ein Monat.
Zeit für etwas Musik. Den Sommer hatten wir schon im September verabschiedet und dann gab es noch einen ziemlich guten Oktober. Jetzt aber sind wir schon wieder hier – kurz vor Ende… Draußen wird es richtig kalt. Erkältungen. Bahhh..

Musikalisch dieses Mal konsequent *fast* ganz ohne Stimme. Sehr gelungen, wie ich finde – auch handwerklich einer der besseren Mixe. Es geht also doch… 😉

Macht das Beste draus….

AG#30 – Late Summer Love

Der Name ist Programm.

Late Summer Love. Als wir uns Anfang des Sommers für Ende September zu einer schönen Gartensession verarbredeten hatten wir von so einem tollen Wetter nur geträumt. Aber tatsächlich war es doch meistens noch wirklich schön. Wir waren baden und im Boot unterwegs, schwimmen und rudern…
Beim Stand Up Paddeln ging dann auch leider nicht nur eine Brille baden… der Augenfisch wird sich freuen… Endlich kann er die Zeitung lesen!

Es war sehr schön…

Die Musik hatten wir abends zum ‚ums Feuer sitzen‘ an… Passt eigentlich ganz gut…

Late Summer Love…

AG#29 – Back to the Rave

Mit dem Mix gehts nun “Back to the Roots”, oder eben “Back to the Rave”.

Was soll man groß sagen? Beim Durchstöbern der CD Sammlung und Erinnern an die 90er Jahre, ist dieser Mix entstanden. Alles auf jeden Fall meine All-Time-Favourites, auch der wohl mit erste Track von Scooter oder Blümchen :D. Sind natürlich auch absolute Kracher von Hardsequencer, Amorph oder B.B.E. dabei. Aber urteilt selbst! Ist natürlich alles etwas schneller …

Viele Spaß beim Abzappeln!

Euer Turbo W

PS: Ich freue mich über Eure Kommentare und vielleicht Wünsche für eine weitere Episode.

AG#28 – Klaps auf’n Po

Vergessen ist so leicht, singt Clueso… Dabei ist der gar nicht dabei, hier im Late Summer melt!2.0 Mix. Was ist denn da passiert? Als ich so auf dem Sofa lieg und nebenbei Olympia läuft browse ich so durch das iPad. Im Traktor dann sehe ich eine weitere Playliste vom 16. Juli.
Vom melt! Festival.

Vergessen. Also ich erinnere zwar, dass wir noch ein Set gespielt haben aber dass das so lang und so gut war… Meine Herren! Das ist dann für Euch … Also für alle.

Dann verabschieden wir den Juli und begrüßen den August! Sollte wir uns diesen Sommer nicht mehr sehen, bleibt gesund und macht das Beste draus! Geht raus. Fahrt an den(die) See. Holt den Grill raus. Backt Stockbrote! Sitzt zusammen, lacht und macht….
Tanzt oder wippt wenigstens mit dem Fuß….

Viel HipHop
Viel Deutsch
Auch ohne jede Beachtung von gutem Geschmack und Coolness…
Coole neue Songs und olle neue Songs
Gut gemixt und schlecht gemixt
Mach et einfach…

AG#27 – melt!2016

Melt! Festival.

Ich erinnere schon gar nicht mehr unser erstes Festival aber nach all den Jahren mag ich es immer noch und immer mehr. Und anders als am Anfang. Die Kulisse ist einfach einmalig. Wenn Du tagsüber auf das Gelände kommst, dann stehen da einfach riesige rostende Bagger. Monumente einer vergangenen Zeit. Nett und imposant anzusehen. In der Nacht dann verwandeln unzählige Lichter die Giganten aus Stahl in Fabelwesen. Feuerspeiende Drachen, Burgen und Raumschiffe. Auf dem langen Heimweg gibt es eine Stelle von der man einen grandiosen Blick hat. Über den See sieht man die erstrahlende Halbinsel. Von hier schaut man wie durch ein Fernglas in einen anderen Mikrokosmos. Der Wahnsinn.

Musikalisch habe ich mich dieses Jahr wie sonst nie auf dem Big Wheel Floor wohl gefühlt. Da gab es ordentlich was zu hören. Ich möchte hier äußerst Helena Hauff loben. Wirklich ganz toll. Coole Musik und wirklich imposante Lichtanlage!

Vielleicht tauchen ja noch einige Sets bei den üblichen Plattformen auf – bisher ist es da eher ruhig.

Und dann mag ich wie mich dieses Festival immer wieder überrascht. In den meisten Fällen gibt es ein oder zwei magische Festival Momente. Und auch dieses Jahr war wieder etwas dabei. Das mag ich sehr…

Nebenbei fragt man sich, ob denn jetzt das ganze Bühnengeraffel ’nur’ für das melt! da hingebracht wird. Wie man hier in der Doku über das Splash! Festival sehen kann, sind aber die Bühnen und Installationen bereits eine Woche zuvor in Betrieb. Hat ja auch Sinn, so.

Was ist Cloud Rap: Arte forscht auf dem Splash feat. Crack Ignaz, LGoony, Juicy Gay, Haiyti, DJ Ron, Staiger u.v.m.

 

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Ich mag auch meine kleine Festival Familie sehr. Tatsächlich sehe ich einige von den Leuten nur hier. Und das macht es dann noch zusätzlich wie zu einem kleinen Familienfest. Dieses Jahr hatten wir unsere eigene kleine Campingmusik dabei. Komplett solarbetrieben. 100 Watt +’Pufferbatterie für den Boom Blaster und 20W + Pufferbatterie für Controller und iPad. Schnell noch in Anlehnung an hier

mein mobiles DJ-Setup – Traktor Kontrol Z1 + iPad + AKKU

ein passendes Kabel besorgt. Den Z1 Controller angeströmt und daran und darüber bekommt ja dann auch das iPad seinen Strom. Der Boom Blaster bezieht seine Power ebenfalls aus einer (anderen) Gel Batterie die von 2 x 50 Watt Modulen (auf dem Auto drauf) versorgt wird.

Da waren locker 5 bis 6 Stunden Musik drin, ohne dass dann alles leer gewesen wäre. Coole Sache.
Tagsüber hatten wir das Zeug aufgebaut und angeschlossen und ich hab dann auch mal schnell den Record Button im Traktor gedrückt…. Ging eine Stunde gut, dann war das iPad zu warm (lag in der Sonne) und meldete sich ab 🙂

Das, was ihr hier und heute hört ist zum größten Teil die gerettete Aufnahme vom Festival Samstag.  Und nicht über die kleinen Schnitzer im Set wundern. Ich war nicht besonders konzentriert, Bier holen, quatschen und so weiter… 😉

Bis zum nächsten Jahr….

AG#26 – Danke K17

Am 16.5.2016 hat leider der K17 Club in Berlin geschlossen. Besonders werde ich die auserlesene Musik auf dem Dark Floor und in der Halle aus dem Bereich EBM, Synthie-Pop und Future Pop sowie die entspannte Atmosphäre vermissen. Hier ein musikalisches Dankeschön für die schöne Zeit.

Ich hoffe, es ist nur ein vorübergehendes Ende.

Viel Freude beim Tanzen und Mitsingen,

Euer Turbo W

AG#25 – elastic heart

Nach einigen Ausflügen in die eine und andere Richtung nun wieder ein elektro-Mixtape. House / Techno – alles dabei – sogar gebrochene Beats.
Kraftwerk eröffnen mit dem grandiosen Radioaktivität Track. Zum Glück konnte ich die alten Männer letztes Jahr gleich zwei mal live hören. Gesehen habe ich sie zwar auch aber mal abgesehen von der 3D Show passiert ja nicht wirklich was auf der Bühne.
Vom Sound her aber auf jeden Fall ein Erlebnis. Danach holt der Mix ein wenig Schwung, um dann bei ca. 1h ganz kurz zu eskalieren \o/.
Danach läuft es wieder etwas ruhiger und endet mit dem ganz großen ‘elastic heart’ von SIA. Eine Poesie! Das Video – pure Ästhetik! Einfach wunderschön und lyrisch auf so vielen Ebenen bewundernswert…. ‘You did not break me, I’m still fighting for peace’ !

Ich hatte diesen Mix ja schon vor 4 Wochen fertig. Leider ist kurz vor Schluss die Traktor Software auf dem iPad abgeraucht. Weg war alles. Einfach so. Da brauchte ich erst einmal wieder einige Wochen, um mich zu motivieren. Jetzt ist es soweit. Zum Ende hin doch wieder mit den typischen Aussetzern. Das iPad Mini ist eben doch zu schwach dafür. Wenn man den Mix aufnimmt und dann ordentlich an der Tempo Schraube dreht, dann kommt es leider zu Aussetzern. Ich muss mich mit meinem Konto unterhalten, ob sich da bald was dran ändern wird…. 😉

Als Titel der Episode hab ich mir ja seit einiger Zeit immer den Namen des stärksten Titels im Mix ausgesucht.
Das ist dieses Mal besonders schwer – das Ergebnis seht Ihr oben…